HERB ALPERT – DIE SEELE HÖRT MIT

October 30, 2016
admin

Es gibt nur sehr wenige Menschen, welche die Geschichte von populärer Musik so nachhaltig beeinflusst und mitgestaltet haben wie Herb Alpert.

Geboren am 31. März 1935 legte Herbert „Herb“ Alpert nicht nur als Jazz-, Latin-, Soul-, Funk- und Pop-Musiker unter eigenem Namen eine legendäre Karriere hin, die mittlerweile mehr als ein halbes Jahrhundert andauert. Besonders seine geschichtsträchtige Involvierung als Co-Gründer einer der wohl weltweit legendärsten und innovativsten und sicher der größten unabhängigen Plattenfirmen überhaupt, A&M Records, gemeinsam mit seinem Freund und Geschäftspartner Jerry Moss im Jahre 1962, schrieb Musikgeschichte.

Bevor die Firma 1989 an den PolyGram-Konzern, nach vielen Jahren des Fusionierens und des wirtschaftlichen hin- und hers heute ein Teil des Universal Music-Konglomerats, verkauft wurde, nahm Herb Alpert als Entdecker und Förderer so sagenhafte und für die gesamte Musikkultur so wichtige Acts wie The Police und Sting, The Carpenters, Sérgio Mendes & Brasil ’66, Songschreiberlegenden Burt Bacharach und Hal David, Cat Stevens, Bryan Adams, Suzanne Vega, Carole King, Über-Produzent Quincy Jones, Supertramp, Joan Baez, OMD (Orchestral Manoeuvres In The Dark), Chris Montez, Styx, The Human League, Joe Jackson, Joan Armatrading bis zu Soul-Stars wie Jeffrey Osbourne, Brenda Russell, Atlantic Starr oder Janet Jackson, um beispielhaft nur einige ganz wenige zu nennen, unter Vertrag: A&M Records galt stets als ein Label, dass sich immer einen Schritt weiter als die auf Sicherheit bedachte Konkurrenz auf das Eis des Unbekannten wagte und so innovative, andersartige Musik förderte – der SOUL TRAIN berichtete unzählige male über alle genannten als auch über A&M Records.gemeinsam mit seinem Freund und Geschäftspartner Jerry Moss im Jahre 1962, schrieb Musikgeschichte.

Bevor die Firma 1989 an den PolyGram-Konzern, nach vielen Jahren des Fusionierens und des wirtschaftlichen hin- und hers heute ein Teil des Universal Music-Konglomerats, verkauft wurde, nahm Herb Alpert als Entdecker und Förderer so sagenhafte und für die gesamte Musikkultur so wichtige Acts wie The Police und Sting, The Carpenters, Sérgio Mendes & Brasil ’66, Songschreiberlegenden Burt Bacharach und Hal David, Cat Stevens, Bryan Adams, Suzanne Vega, Carole King, Über-Produzent Quincy Jones, Supertramp, Joan Baez, OMD (Orchestral Manoeuvres In The Dark), Chris Montez, Styx, The Human League, Joe Jackson, Joan Armatrading bis zu Soul-Stars wie Jeffrey Osbourne, Brenda Russell, Atlantic Starr oder Janet Jackson, um beispielhaft nur einige ganz wenige zu nennen, unter Vertrag: A&M Records galt stets als ein Label, dass sich immer einen Schritt weiter als die auf Sicherheit bedachte Konkurrenz auf das Eis des Unbekannten wagte und so innovative, andersartige Musik förderte – der SOUL TRAIN berichtete unzählige male über alle genannten als auch über A&M Records.

Seine eigene, ebenfalls legendäre Band, Herb Alpert & Tijuana Brass, ebenfalls „stetige Begleiter“ im SOUL TRAIN, veröffentlichte ebenfalls im Jahre 1962, nachdem Herb bereits seit der zweiten Hälfte der Fünfziger Jahre erste Teilerfolge als Musiker und Songschreiber auf der Haben-Seite zu verbuchen hatte, ihr erstes Album und zeichnete sich in der Folge verantwortlich für einen in hohem Maße wiedererkennbaren Sound, der elegant zwischen zeitgenössischem Jazz, populärer Instrumentalmusik, der Attitüde von Crooner-getriebener und unverblümt massentauglicher Unterhaltungsmusik und nicht zuletzt durch lateinamerikanische Einflüsse bewegte: Megahits wie „The Lonely Bull“, „The Mexican Shuffle“, „Whipped Cream“, „A Taste Of Honey“, „Tijuana Taxi“, „A Banda (A Bahn-da)“ oder „Slick“ gehören heute zu den bekanntesten Melodien der westlichen Hemisphäre und werden auch all jenen, die beim Genreunwort „Jazz“ die Nase rümpfen, fraglos und ohne, dass man es eigentlich realisiert, bis in die Haarspitzen in Selbstverständlichkeit aufgegangen sein – praktisch JEDER kennt, bewusst oder unbewusst, eine Herb Alpert-Melodie.

Während der Hoch-Zeit von Herb Alpert & Tijuana Brass verkaufte die Band in den USA mehr Platten als jeder andere Künstler – 1966 alleine über zehn Millionen Einheiten mit einem Tijuana Brass-Album in den Top Ten jeder einzelnen Kalenderwoche, mehr Platten übrigens, als die legendären Beatles (und wieder: der SOUL TRAIN berichtete zigfach) in den USA derzeit verkauften.

Mit den Siebziger Jahren begann für Herb Alpert eine neue Zeit als Musiker, die der Trompeter, der sich anfänglich sehr schwer mit seinem Instrument tat und es fast an den Nagel gehängt hätte, zugleich in neue Höhen in Sachen Erfolg führte. Unter seinem eigenen Namen veröffentlichte er so weiterhin Alben, die nicht nur auf musikalischer Ebene überzeugten und stets auch die Sounds und den jeweiligen Zeitgeist ganz wunderbar und organisch einfingen, sondern sich auch abermillionenfach verkauften: Herb Alperts 1979er „Rise“-Album gehört noch heute zu einem der meistverkauften Alben überhaupt und brachte Megahits wie den Titelsong „Rise“ und „Rotation“ mit sich, die als Melodie noch heute mit zum populärsten gehört, was die Geschichte des Pop, die Geschichte „neuzeitlicher Musik“ aufzuzeigen hat.

Noch nicht genug der Superlative? Herb Alpert wurde im Rahmen seiner fast 60jährigen Karriere bisher mit
unzähligen Auszeichnungen belohnt, darunter und nach neuestem Stand neun Grammys, der Aufnahme in die legendäre „Rock and Roll Hall Of Fame“ im Jahre 2006 und einem eigenen Stern auf dem sagenumwobenen „Walk Of Fame“ in Hollywood, den er bereits 1977 erhielt, sowie der „National Medal Of Arts“ aus der Hand von US-Präsident Barack Obama.

Doch zurück zur Musik. Nach einer erneuten Label-Gründung gemeinsam mit Jerry Moss, ALMO Sounds, schritt Alpert, mittlerweile ganz öffentlich mit seiner Stiftung in Sachen Wohltätigkeit sowie als Maler und Bildhauer mit mehr als respektablem Ruf unterwegs, weiterhin und ohne jede merkliche Tempoverlangsamung mit weiteren, regelmäßigen Solo-Alben aber eben auch als Produzent, musikalischer Gast und Ideengeber voran.

So war Alpert unter anderem mit Musikern – Künstlern – wie Gato Barbieri, Rita Coolidge, Bill Medley, Sérgio Mendes, Brian Culbertson, We Five und sogar mit dem legendären Sam Cooke und nicht zuletzt mit der lateinamerikanischen Sängerin Lani Hall (der SOUL TRAIN berichtet praktisch unentwegt über alle genannten), die einst als Stimme der legendären A&M Records-Band Sérgio Mendes & Brasil ’66 beeindruckte und mit der Herb Alpert seit 1974 verheiratet ist (dazu später im Interview mehr), im Studio und auf der Bühne; und das ist lediglich und wie zu erwarten nur eine sehr kurze Wiedergabe einer tatsächlich sehr viel längeren Liste.

Insgesamt 29 seiner legendären Alben unter eigenem Namen sowie gemeinsam mit Tijuana Brass erscheinen nun samt dem Original Cover-Artwork und optisch, haptisch und technisch liebevoll aufbereitet neu und zeigen das soundtechnisch brandneu von Tontechniker-Legende Bernie Grundman (einmal mehr: der SOUL TRAIN berichtete unzählige male) in New York aufgefrischte Schaffen des Herb Alpert von der eklektischsten Seite: Kaum eine andere Musik zaubert so schnell Gänsehaut wie ein Herb Alpert-Song – egal, ob man nun Jazz, Soul oder Funk oder Pop und lateinamerikanische Musik sein Steckenpferd nennt.

Fünf dieser CD-Alben erschienen bereits Ende letzten Jahres („Steppin’ Out“, „In The Mood“, „Come Fly With Me“, „The Christmas Album“ sowie „Whipped Cream & Other Delights“), weitere 24 folgen nun als CD: „The Lonely Bull“, „Volume 2“, „South Of The Border“, „Going Places!!“, „What Now My Love“, „S.R.O.“, „Sounds Like“, „Herb Alpert’s Ninth“, „The Beat Of The Brass“, „Warm“, „The Brass Are Comin’“, „Summertime“, „You Smile–The Song Begins“, „Coney Island“, „Main Event Live“ (mit dem wohl bekanntesten afrikanischen Musiker Hugh Masekela, ebenfalls ein „guter, alter Bekannter“ in Deutschlands Soul Musik-Magazin Nummer 1 – dem SOUL TRAIN), „Rise“, „Beyond“, „Magic Man“, „Fandango“, „Keep Your Eye On Me“, „North On South St.“, „Midnight Sun“, „Anything Goes“ sowie „I Feel You“.

Exklusiv auf schwarzem Gold – Vinyl – neu herausgebracht hat Herb Alpert, sozusagen als brillanter Bonus, fünf dieser Alben: „South Of The Border“, „What Now My Love“, „Going Places!!“ sowie das unvermeidbare „Rise“, bis heute das wohl innovativste, erfolgreichste und legendärste Herb Alpert-Album überhaupt, und, so viel Persönliches muss erlaubt sein, bis heute eines meiner Lieblingsalben schlechthin und überhaupt.

Wie genau Herb Alpert eine Auswahl aus dem gigantischen Fundus an Solo-Alben und Sets mit seiner Tijuana Brass-Band und unter eigenem Namen treffen konnte, wird er uns später im Rahmen dieses exklusiven SOUL TRAIN-Interviews verraten, denn noch reißt die Serie an Alpertschen News nicht ab: Als wäre all das noch nicht genug, bringt Herb Alpert nämlich zeitgleich ein nagelneues Studioalbum heraus, dass sich Michael Jacksons unvergessenes „Human Nature“ (der SOUL TRAIN berichtete immer wieder) als Titel ausgewählt hat und auf dem Cover eine lebensgroße, selbstgemachte Bronzestatue Herb Alperts zeigt – Alpert ist halt ein Kulturmensch durch und durch. Auch dazu später im Interview mehr.

Human Nature“, erschienen über sein noch recht neues, eigenes Label „Herb Alpert Presents“, klingt gerade für einen, bei allem gebotenen Respekt, nicht mehr ganz jugendlichen Herb Alpert unglaublich frisch, knackig, zeitgeistlich, und präsentiert neben Eigenkompositionen auch seine Neuinterpretationen großer und kleinerer Songs aus Pop, Soul und dem Great American Songbook mit Burt Bacharachs und Hal Davids Meisterwerk „Alfie“ als Speerspitze.

Selbstverständlich war auch Herb Alpert-Ehefrau Lani Hall wieder mit am Werk, die neun Songs des Sets zum Leben zu erwecken – einmal mehr hat Herb das Album auch arrangiert und produziert (gemeinsam mit Eddie del Barrio, Michael Shapiro, Bill Cantos und Hussain Jiffry).

Auch hier war es jener Bernie Grundman, der dem Werk hinter den Reglern die nötige Brisanz gab, was alleine aufgrund der herausragenden Instrumentierung und des schieren Talentes der beteiligten Musiker wie Bassist Andre de Santanna, Schlagzeuger und Perkussionist (und Co-Produzent) Michael Shapiro oder Keyboarder (und ebenfalls Co-Produzent) Bill Cantos, um nur einige wenige zu nennen, eine ganz besondere Eleganz bekommt: „Human Nature“ hat einen herausragenden Sound, ganz der edlen Optik und Haptik des Werkes entsprechend.

Wenn also nicht im SOUL TRAIN und wenn nicht hier und jetzt, wo und wann dann? Deutschlands Soul Musik-Magazin Nummer 1 freut sich, dass sich Musik-Legende, Musik-Ikone, Herb Alpert die Zeit nahm, zu all den traumhaft schönen, neuen Reissues auf CD und Vinyl, zu der Arbeit mit Bernie Grundman, zu seiner Karriere, zu A&M Records, zu seinem Schaffen als Bildhauer und Maler, zu seinem wohltätigen Wirken mit seiner Stiftung, ja sogar zu seiner „besseren Hälfte“ Lani Hall und nicht zuletzt zu seinem brillanten, kurzweiligen, neuen, in gemäßigtem Jazz, im Soul und im Funk sowie in Pop und Latin gelagterten Album „Human Nature“ besonnen und unglaublich freundlich Rede und Antwort zu stehen. Vorhang auf…

Michael Arens: „Ich möchte mit einer kleinen Geschichte beginnen: Vor einigen Jahren interviewte ich für den SOUL TRAIN Sérgio Mendes, der mit deinem musikalischen Weg ja sehr eng verbandelt ist, und ich erinnere mich genau, wie ich, anstatt das Gespräch zu genießen, denn Sérgio ist, wie Du ja nur zu gut weißt, ein extrem netter Typ, dachte, denn dein Name war gerade gefallen: „Mensch, wäre das ein Traum, wenn ich irgendwann mal Herb Alpert selbst interviewen könnte…“… und hier sind wir!“

Herb Alpert: „Oh, fantastisch! Wir haben erst letzten Freitag und Samstag mit Sérgio ein Konzert hier in Los Angeles im Hollywood Bowl gegeben. Ich gebe ja praktisch ständig Konzerte, und ich schulde Sérgio eine Menge. Er kam damals in die USA und ist viel herumgereist. Er stoppte damals in Chicago, um eine neue Gruppe zu gründen und hörte Lani (Lani Hall, Herb Alperts langjährige Ehefrau und selbst eine renommierte Latin-Sängerin, über die wir im SOUL TRAIN immer wieder berichteten, Anm. d. Verf.) in einem Club singen und nahm sie direkt unter Vertrag, um in seiner Gruppe zu singen. Natürlich brauchte er damals die Erlaubnis von Lanis Vater, da sie noch nicht volljährig war. Und dann, 1966, hörte ich mir Sérgio Mendes & Brasil ’66 gemeinsam mit meinem Freund Jerry Moss von A&M Records an und nahmen sie sofort unter Vertrag. Die Ironie daran ist, dass Lani und ich nun seit 42 Jahren verheiratet sind…“

Michael Arens: „Wow – 42 Jahre… das schaffe ich nicht mehr… obwohl ich auch schon mal verheiratet war…“

Herb Alpert: „Oh ja? Was ist passiert?“

Michael Arens: „Man nennt es Scheidung!“

…gelöstes Lachen auf beiden Seiten…

Michael Arens: „So ist das Leben, man weiß tatsächlich nie genau, was einen wohin treibt, was einen so erwartet…“

Herb Alpert: „Ja, das stimmt…“

Michael Arens: „Lass uns über dein neues Album „Human Nature“ sprechen. Das klingt so frisch und unverbraucht als wäre es von einem noch blutjungen Newcomer. Gleichzeitig hört man binnen weniger Takte, dass es ein Herb Alpert-Album ist…“

Herb Alpert: „Ja, genau daran habe ich gearbeitet. Es gab eine Menge Jahre, in denen ich versucht habe, meine Lieblingsmusiker zu kopieren, doch irgendwann kam der Moment in dem ich realisierte, dass das niemand hören wollte, da eben jene Künstler das ja bereits gemacht hatten. Ich suchte lange nach meiner eigenen Identität bzw. meiner eigenen Stimme – my own voice – wie ich es nenne. Ich denke, das ist es doch, wonach wir Künstler alle suchen – unsere eigene Stimme.“

Michael Arens: „Sehr wahr…“

Herb Alpert: „Originell und einzigartig zu sein und unser eigenes Ding zu machen, anstatt andere zu kopieren.“

Michael Arens: „Wie hast Du am Sound von „Human Nature“ gearbeitet, wie hast Du diesen frischen Sound hinbekommen?“

Herb Alpert: „Na ja, ich habe einfach nur versucht, ich selbst zu sein, mich selbst auszudrücken. Ich versuche nicht, mich mit anderen zu vergleichen. Es gibt eine Menge Musiker, die ich liebe, aber ich versuche nicht, sie zu kopieren, sondern versuche immer, ich selbst zu sein. Und dabei belasse ich es auch schon. Weißt Du, ich hatte das große Glück mit Sam Cooke (der SOUL TRAIN berichtete unzählige male, Anm. d. Verf.) zu arbeiten in den ganz frühen Tagen seiner Karriere. Er war damals überwiegend ein Gospel-Künstler, und er sagte mir: „Herbie, Musik ist wie ein kaltes Stück Wachs, sie schafft es, oder eben nicht!“ Er brach alles auf das Gefühl herunter: „Wenn es sich nicht gut anfühlt, vergiss es!“ Es geht immer nur um das Gefühl, nicht um Perfektion, nicht darum, die perfekte Stimme zu haben oder perfekt zu spielen; es geht darum, ein Gefühl zu kommunizieren!“

Michael Arens: „Das erkläre ich auch immer den Leuten, wenn sie mich fragen, warum ich Soul höre – weil sie von der Seele kommt und auf emotionaler, bauchtechnischer Ebene funktioniert. Man muss kein guter Musiker sein, um gute Musik zu machen, man muss kein guter Sänger, keine gute Sängerin sein, um gut singen zu können.“

Herb Alpert: „Du hast absolut recht! Billie Holiday (und wieder: der SOUL TRAIN berichtete unzählige male, Anm. d. Verf.) hat das mehr als bewiesen. Sie war wahrscheinlich eine der größten Jazz-Sängerinnen, die je gelebt hat. Michael, ich sage dir, ich habe immer gesagt, dass wir nicht mit unseren Ohren hören, sondern mit unserer Seele. Wenn du etwas im Radio hörst, was dich berührt, dann bewegt es sich in einer nonverbalen Kategorie, es kommt aus einer anderen Dimension, diese eine Dimension, die man nicht identifizieren kann.“

Michael Arens: „Ja, Musik ist mächtig. 30 Jahre später hörst du plötzlich einen winzigen Teil einer Melodie und sie berührt mit all diesen Erinnerungen deine Seele…“

Herb Alpert: „Ja, absolut – Déjà-vu! Das ist das wunderbare an Musik. Wenn ich einen Song höre, kann er mich zurück in eine Zeit katapultieren, in der ich 18 Jahre alt war…“

Michael Arens: „Bewegen wir uns mal etwas weg von der eigentlichen Musik. Auf dem Cover deines neuen Albums „Human Nature“ sehen wir eine Skulptur von dir. Was hat es damit auf sich?“

Herb Alpert: „Na ja, ich male und arbeite ja auch als Bildhauer, und das seit über 40 Jahren. Ich mache genau das praktisch jeden Tag: das Horn spielen, bildhauern, malen… Die Skulptur, die auf dem Cover zu sehen ist, ist eine Skulptur, die aus einer Serie stammt. Ich habe einen Bassspieler gemacht, einen Trompetenspieler (er selbst, Anm. d. Verf.) und einen Saxofonspieler. Mein Konzept ist, nicht etwas Leichtes zu machen, ich bin kein Michelangelo. Ich wollte darstellen, wie es sich anfühlt, Jazz zu spielen, Musik zu spielen. Das ist die Position, in der sich diese Skulptur befindet, zumindest wie ich es sehe. Sie ist aus Bronze. Es beginnt alles mit Wachs, dann wird die Skulptur aus Ton nachgeformt und schließlich aus Bronze gemacht. Die Figur auf dem Cover ist sogar in Lebensgröße, ungefähr 1,80 Meter groß!“

Michael Arens: „Geben dir diese zur Musik alternativen Kunstformen Malen und Bildhauen eine andere Form von künstlerischer Befriedigung, oder ist das sehr ähnlich?“

Herb Alpert: „Es ist tatsächlich recht ähnlich. Ich versuche halt immer noch, mich, so gut ich kann, auszudrücken. Immer wieder passiert es natürlich, dass eine Skulptur noch nicht fertig ist, sich noch nicht richtig anfühlt, das gibt mir dann kein gutes Gefühl. Und das ist dann der Punkt, an dem es wirklich frustrierend wird. Das geht dann so lange, bis die Skulptur fertig ist. Wenn sie dann fertig ist, ist es ein ähnlich gutes Gefühl wie ein gutes Solo zu spielen…“

Michael Arens: „Es gehört sich eigentlich nicht, so etwas zu sagen, aber ist es heute, mit 81, schwieriger für dich, all das zu machen, Skulpturen, Gemälde, die Trompete zu spielen?“

Herb Alpert: „Oh, es ist tatsächlich sogar einfacher für mich, als es vor, sagen wir, 20 Jahren war. Ich schätze, dass ich über die Jahre Wege für mich gefunden haben, mit größerer Effizienz zu arbeiten.“

Michael Arens: „Der Grund, warum ich frage, ist der, dass ich ja mit vielen Musikern spreche, aber nur mit sehr, sehr wenigen, die deine Vita haben und das erreicht haben, was Du erreicht hast. Quincy Jones (der SOUL TRAIN berichtete unzählige male) zum Beispiel musste ja mit dem Trompete spielen aufgrund einer Erkrankung aufhören…“

Herb Alpert: „Ja, Quincy (Jones) war ein sehr guter Trompeter! Er hatte leider zwei Aneurysmen, sodass er das Horn nicht mehr blasen konnte, aber er ist ja auch ein großartiger Produzent, ein großartiger Arrangeur.“

Michael Arens: „…und dann gibt es da noch deine Wohltätigkeitsarbeit mit deiner Stiftung und allem, was da so dran hängt. Sind diese drei Säulen deines kreativen Schaffens – die Musik, das Malen und Bildhauern sowie deine Wohltätigkeits-Aktivitäten miteinander verwoben, sozusagen dasselbe?“

Herb Alpert: „Oh, für mich sind sie das! Ich fühle mich wirklich im Vorteil und bin sehr glücklich darüber. Ich hatte diese außergewöhnliche Chance, diese Karriere zu genießen, und ich wurde über meine kühnsten Träume hinaus dafür belohnt. Und deshalb ist es für mich ein sehr natürliches Gefühl, etwas davon zurückzugeben. Ich glaube einfach an die Kunst. Ich finde, dass wir Kunstprogramme in allen Grundschulen haben sollten, dass Kinder ihrer Einzigartigkeit Ausdruck verleihen sollten, egal, ob es darum geht, ein Instrument zu spielen, Poesie zu schreiben, oder zu Tanzen oder zu Schauspielern… Es macht keinen großen Unterschied, was es ist, so lange sie dieses Gefühl haben, dass ihre Kreativität eine Tür für sie öffnet. Und wenn sie so ihre eigene Einzigartigkeit erfahren, erleben, können sie hoffentlich die Einzigartigkeit in anderen Menschen erleben und anerkennen und zu schätzen lernen.“

Michael Arens: „Einmal mehr: Themenwechsel. Parallel zum neuen Album hast Du ja nun auch 24 deiner „älteren“ Alben in neuer Akustik, abgemischt von Studiotechnik-Gigant Bernie Grundman in New York City, neu herausgebracht, sozusagen angekündigt durch die erste „Welle“ an Album-Neuauflagen Ende letzten Jahres. Das waren auch noch einmal fünf, so dass Du insgesamt 29 deiner Alben neu aufgelegt hast. Erzähl‘ mal…“

Herb Alpert: „Als ich in den letzten Jahren auf die ganzen Websites wie Amazon und Co. ging, und die ganzen Bootlegs (eine Art illegale Kopie eines Albums, gerne auch die in Konzerten mitgeschnittene Pressung eines Live-Auftritts eines Künstlers… Bootlegs sind in der Regel nicht autorisiert, von minderer Tonqualität und finden oftmals nur auf sehr verschlüsselten Wegen ihren Weg zum Endkonsumenten, Anm. d. Verf.) meiner Alben sah, übrigens aus allen möglichen Ländern und von Leuten, die meine alten Alben hatten und diese einfach kopierten oder die Originale, die sie hatten, für enorme Geldbeträge verkauften, verstörte mich das sehr. Ich fand, dass das einfach nicht fair ist, warum also nicht einfach all diese Alben neu veröffentlichen, die von diesen Menschen gesucht werden und diese dann zu einem ehrlichen Preis verkaufen und sie damit der Öffentlichkeit wieder verfügbar machen?! Das war der Anfang von dieser Geschichte…“

Michael Arens: „Es muss schwer gewesen sein, aus deinem riesigen Album-Fundus, immerhin veröffentlichst Du seit weit über 50 Jahren Musik, diese Alben auszuwählen…“

Herb Alpert: „Ich habe das komplett meinem Neffen Randy „Badazz“ Alpert (einmal mehr: der SOUL TRAIN berichtete, Anm. d. Verf.) überlassen. Er war in A&M Records involviert, seit er neun Jahre alt war, ist mit mir auf Reisen gegangen, als er ein Fotograf war. Er kennt die Musik, liebt die Musik, war involviert in meine Karriere und hat schlichtweg einen guten Geschmack.“

Michael Arens: „Als es mit Bernie Grundman in New York an die eigentliche Arbeit – das erneute Abmischen des alten Materials auf der Höhe des technisch machbaren – ging, was war da dein Fokus?“

Herb Alpert: „Ich habe Bernie Grundman ja damals bei A&M Records unter Vertrag genommen, als Mastering Ingenieur war er für viele Jahre bei uns, und er ist schlichtweg der Beste! Er ist leidenschaftlich bei der Sache und ich vertraue seinem Urteil, ich konnte also eine Menge davon in Ruhe ihm überlassen.“

Michael Arens: „Leider habe ich derzeit nur einen 6-Track-Promo-CD-Sampler der neu abgemischten, gemasterten Auflage vorliegen, natürlich und glücklicher Weise mit meinen Favoriten „Rise“ und „Rotation“…“

Herb Alpert: „Aha.“

Michael Arens: „Ja, Du hörst es langsam heraus: Ich bin ein RIESEN-Fan so lange ich denken kann…“

Herb Alpert: „Danke, man. Ich weiß das sehr zu schätzen.“

Michael Arens: „Was mich ebenfalls immer schon an deinen Veröffentlichungen, deinen Alben, fasziniert hat, war das stets auf die Musik perfekt abgestimmte, dabei sehr bodenständige Artwork. Da macht auch das neue Album „Human Nature“ keine Ausnahme.“

Herb Alpert: „Wenn ich ehrlich bin, denke ich da gar nicht so viel drüber nach. Sie wollten neue, frische Fotos haben, also haben wir richtig gute Fotografen gesucht, aber ich halte mich grundsätzlich aus so etwas raus.“

Michael Arens: „Nun bist Du ja, ohne jedes Pathos, eine Legende in Sachen populärer Musik. Gibt es trotzdem irgendwelche Personen, irgendwelche Musiker, zu denen Du aufschaust?“

Herb Alpert: „Oh, es gibt eine Menge Menschen, zu denen ich aufschaue. Gleichzeitig bin ich nicht neidisch oder so was. Wie ich schon gesagt habe fühle ich mich sehr glücklich. Das Timing spielt eine so große Rolle für den Erfolg eines Künstlers. Man muss zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle sein. Wir (Herb Alpert und Jerry Moss, Anm. d. Verf.) starteten A&M Records bevor Du geboren warst… (lacht)“

Michael Arens: „Ja, das ist mir durchaus bewusst…“

Herb Alpert: „1962 war eine völlig andere Zeitrechnung im Leben der Musikindustrie. A&M Records in der heutigen Welt, in der heutigen Musikindustrie, zu einem solchen Erfolg werden zu lassen wäre wahrscheinlich unmöglich. Das Timing spielte also eine wirklich große Rolle bei alldem. Ich habe mit dem Trompetenspielen angefangen, als ich acht Jahre alt war… die Dinge haben sich sehr glücklich für mich entwickelt…“

Michael Arens: „Manchmal wundere ich mich selbst sehr, wie drastisch sich die Welt, und die Musikindustrie im besonderen, in den letzten 20 Jahren verändert hat. Ich schätze, das nennt man Leben – die Dinge schreiten voran…“

Herb Alpert: „Ja. Ich sage überhaupt nicht, dass heute alles schlecht ist, es ist halt nur sehr anders. Die Art, wie man Musik macht, Musik produziert, ist vollkommen anders als damals. Wir sind mit Musikern ins Studio gegangen, um in drei Stunden zwei oder drei Songs aufzunehmen. Und heute kannst du das alles Zuhause machen, du brauchst keine Menschen mehr um dich herum. Du kannst das Musikfile zu anderen Musikern schicken, sie können ihren Teil dazu aufnehmen, dir zurückschicken… Du brauchst sie eigentlich nie treffen.“

Michael Arens: „Meine nächste Frage hat eigentlich nur indirekt mit Musik oder Kunst zu tun: Die Welt befindet sich in einer Art Ausnahmezustand, der Bürgerkrieg in Syrien, Terror, die Flüchtlingskrise, die Erderwärmung, Donald Trump… Wo wird uns all das hinführen, und wird sich all das irgendwie auf Musik und Kunst auswirken?“

Herb Alpert: „Wow – das ist eine sehr breit gefächerte Frage…“

Michael Arens: „Ja, das ist mir leider durchaus bewusst, aber als Betreiber des SOUL TRAIN, als Mensch, der mit seiner Arbeit genau wie Du in der Öffentlichkeit steht, finde ich, dass ich die Verantwortung habe, auch nach solchen Dingen zu Fragen, Dingen, die uns ja letztlich alle irgendwie betreffen, egal durch welche verschlungenen Wege die Auswirkungen von alldem bei jedem von uns ankommen…“

Herb Alpert: „Na ja, das sind eigentlich zwei unterschiedliche Themen. Auf der einen Seite ist da die Musikindustrie, die alleine durch das Filesharing fast völlig zerstört wurde, diese Spotify-Firmen… Ich gebe dir ein Beispiel: Du hast mir erzählt, dass „Rise“ einer deiner Lieblingssongs von mir ist, geschrieben von meinem Neffen Randy „Badazz“ Alpert und einem Freund (Andy Armer, Anm. d. Verf.). Der Songs wurde MILLIONENFACH auf diesen Plattformen angehört und sie bekamen dafür einen Scheck über 18,- Dollar! Das ist, ganz einfach ausgedrückt, nicht fair!“

Michael Arens: „Das ist ja wirklich lächerlich…“

Herb Alpert: „Ja, es treibt Songschreiber und Musiker aus dem Geschäft. Solange man keine richtig gute Karriere hat, bei der man bei Live-Gigs ganze Stadien füllen kann, wird es wirklich eng für den durchschnittlichen Musiker, seinen Lebensunterhalt zu verdienen oder für einen Songwriter, die Tantiemen zu bekommen, die er verdient. Zur zweiten Seite der Frage denke ich, dass wir, die menschliche Rasse, noch nicht weit genug entwickelt sind. Ich verstehe bis heute nicht, warum es Menschen da draußen gibt, die glauben, dass sie mehr recht darauf haben, hier zu sein als andere. Das ergibt überhaupt keinen Sinn für mich.“

Michael Arens: „Und trotzdem kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass zumindest die Musik sich wieder zu etwas Gutem und Rechtem entwickelt, denn sie wandert wieder dorthin, wo sie einmal angefangen hat: bei live gespielter Musik, im Prinzip dort, wo vor 40.000, 50.000 Jahren Neandertaler begonnen haben, mit Stöcken auf Steine zu hauen und so zu kommunizieren und zu interagieren und sich letztlich im wahrsten Sinne des Wortes zu unterhalten…“

Herb Alpert: „Ja, das stimmt. Ich glaube, da bist Du auf der richtigen Spur. Zusätzlich dazu und für mich der ganz große Gewinn in der Sache ist, dass wir uns von anderen Kulturen Dinge ausleihen. Ein wenig afrikanische Musik, ein wenig schottische Musik, es kommt irgendwie alles zusammen und formt diesen Hybrid aus Musik, Weltmusik, was tatsächlich eine Spur davon und eine Messerspitze hiervon ist. Vielleicht ist es ein Weg, zu zeigen, dass wir alle zusammenkommen, zusammenfinden können, irgendwann in der Zukunft, und friedfertig miteinander umgehen können!“

Michael Arens: „Ein sehr schöner Gedanke, auch, wenn wir beide das aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr erleben werden. Die Generationen nach uns vielleicht…“

Herb Alpert: „Ja, hoffen wir, dass die Generationen, die noch kommen, sensibler und feinfühliger sind, als wir es waren. Unsensible Menschen machen mich wahnsinnig…“

Michael Arens: „Was gibt dir deine enorme Energie für deine Arbeit, ein neues Album, die Album-Reissues, deine Live-Gigs, deine Malerei, die Bildhauerei, deine Charity-Projekte, Familie, Freunde, Interviews wie dieses…“

Herb Alpert: „Weißt Du, ich war und bin ein extrem glücklicher Mensch. Ich bin mit einem Engel verheiratet, mit meiner besten Freundin auf der Welt. Lani ist einfach DAS MÄDCHEN für mich! Sie weiß gar nicht erst, wie man lügt… Sie sucht die Wahrheit in allem. Was mich neuerdings sehr glücklich macht sind meine Enkel. Der Kleine ist gerade vier Jahre alt. Er möchte Trompete spielen. Jedes mal, wenn er vorbeikommt, greift er sich meine Trompete und versucht, einen Sound herauszubringen. Ich zeige ihm dann selbstverständlich, wie es geht, anstelle von kraftvoll heiße Luft in das Instrument zu blasen musst du in die Trompete summen, musst deine Lippen zum Summen formen. Ich habe in letzter Zeit viel Spaß mit ihm!“

Michael Arens: „Das ist was wunderbares. Ich spiele selbst Saxofon. Mehr schlecht als recht, aber immerhin… Ich bewundere dich, Herb, vor allen Dingen deine Energie!“

Herb Alpert: „Nein, das bin ich wahrlich nicht. Es gibt mir einfach Leidenschaft, das alles zu tun. Wenn die Leute mich fragen, was das Geheimnis meines Erfolges ist, sage ich immer, dass ich leidenschaftlich bin bei und durch und von dem, was ich mache. Ich mache das nicht für alternative Gründe – ich LIEBE ES, Musik zu machen! Ich LIEBE ES, Musik aufzunehmen. Es ist ein Teil von mir und es gibt mir Energie, Konzerte zu geben! Es ist eine Win/Win/Win-Situation für mich!“

Michael Arens: „Wenn Du in eine Zeitmaschine steigen und alles noch einmal machen könntest, würdest Du alles noch einmal (so) machen?“

Herb Alpert: „Oh ja, ich würde alles nochmal machen und zwar ganz genau gleich! Vor Jahren gab es hier in den vereinigten Staaten einen Baseballspieler namens Satchel Paige, der etwas sehr Grundlegendes sagte. Er sagte: „Wie alt wärst du, wenn du nicht wüsstest, wie alt du bist?“ Ich denke ständig darüber nach und sage, dass ich gerade 53 bin. (lacht)“

Michael Arens: „Das mag ich – und nehme dir das ohne Umschweife ab.“

Herb Alpert

Herb Alpert: „Es ist eine grundlegende Sache – es ist tatsächlich so. Es geht nicht um Zahlen, sondern darum, wie du dich fühlst! Weißt Du, wir geben ständig Konzerte, überall in den USA, und die Leute kommen zu mir und sagen: „Hey man, Du bist 81 Jahre alt. Wie fühlt sich das an?“ Und ich antworte: „Um dir die Wahrheit zu sagen: 79 ist das neue 81!“

…lautes Lachen auf beiden Seiten…

Michael Arens: „Eigentlich habe ich dem nichts mehr hinzuzufügen, außer dem Wunsch nach einem letzten Gruß an meine Leser, die Leser des SOUL TRAIN!“

Herb Alpert: „Ich habe sehr gute Erinnerungen an Deutschland! Ich nehme gerade ein Weihnachtsalbum auf, das 2017 veröffentlicht wird, mit Chris Walden (ein letztes mal: der SOUL TRAIN berichtete, Anm. d. Verf.). Das macht so viel Spaß und ist so erhellend… Meine Erinnerungen an Deutschland sind also alle nur bester Natur. Ich erinnere mich an diese folgenden Worte (Herb Alpert spricht mit sehr gebrochenem, phonetischem Deutsch, Anm. d. Verf.): „Meine Damen und Herren, es freut mich sehr, heute Abend hier zu sein!“ (lacht) Ist vermutlich alles krumm und schief…“

Michael Arens: „Nein, es kommt von Herzen, und das ist alles, was es benötigt! Alles Gute für dich, Herb, und grüß‘ mir deinen Engel!“

© Michael Arens

Herb Alpert „Human Nature“-Album Trailer:

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